Stottern - Logopädie Welker Rohr - Laaberberg

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Stottern

Sprechstörungen

Zu den Redeflussstörungen zählen Stottern und Poltern. Stottern zeichnet sich durch häufige Unterbrechungen des Redeflusses in Form von Sprechblockaden, Dehnungen und/oder Wiederholungen von Lauten, Silben und/oder Wörtern aus. Wie in der Stimmtherapie wird beim Stottern in der logopädischen Behandlung daher neben dem Redefluss auch an Tonus und Atmung gearbeitet. Das Stottern sollte möglichst durch ein korrektes Sprechmuster ersetzt werden. Das richtige Sprechmuster muss daher immer wieder beübt werden. Beim Singen sowie bei weichen Stimmeinsätzen tritt das Stottern nicht in Erscheinung. Beim Singen ist ein vorgegebener Rhytmus bzw. eine feste Melodie vorhanden und bei weichen Stimmeinsätzen kann nicht gestottert werden da sich eine derartige Sprechweise und Stottern gegenseitig ausschließen. Der Logopäde leitet den Stotterer auch an wie er mit dem Stottern umgehen sollte. Häufig findet deshalb am Ende der Stottertherapie ein In-vivo (lebensnahes, alltagsrelevantes) Training statt, d.h. der Stotterer telefoniert oder kauft zusammen mit dem Therapeuten ein etc. und sollte dabei bemüht sein, möglichst nicht oder nur selten zu stottern. Dabei hilft ihm die in der Therapie erlernte neue Sprechweise. Auch kleinere Fortschritte müssen gewürdigt werden. Selbst wenn es nicht gelingt das Stottern vollständig zu besiegen sollte das Sprechen so flüssig sein dass der Stotterer damit im Alltag gut umgehen kann.

Das behandlungsbedürftige und das Entwicklungsstottern
sind voneinander abzugrenzen. Als Entwicklungsstottern bezeichnet man eine Stottersymptomatik die bei manchen Kindern im Alter zwischen 3 und 3,5 Jahren im Rahmen der normalen Sprachentwicklung auftreten kann. Das Kind kennt mittlerweile jede Menge neuer Wörter und spricht schneller als das Gehirn die Sprache vorbereiten kann. Dieses Entwicklungsstottern muss ganz genau beobachtet werden. Verfestigt sich das Stottern oder treten gestische und/oder mimische Mitbewegungen zusammen mit der Stottersymptomatik auf z.B. mit den Füßen auf den Boden stampfen, Gesicht verziehen usw. ist eine logopädische Therapie dringend anzuraten. Je früher damit begonnen wird desto besser ist es da sich dann das stotternde Sprechmuster noch nicht sehr gefestigt hat und leichter durch ein flüssiges Sprechmuster ersetzt werden kann. Lassen Sie sich daher in Zweifelsfällen von uns unverbindlich beraten.

Da man heute davon ausgeht, dass bei manchen Menschen eine genetische Veranlagung zum Stottern besteht, die bei bestimmten Umwelteinflüssen z.B. Schicksalsschlägen wie der Tod eines nahestehenden Familienmitglieds oder übermäßiger Leistungsdruck ausbricht kann
es sein dass ein im Kindesalter erfolgreich behandeltes Stottern später im Erwachsenenalter wieder auftritt und eine erneute Behandlung erforderlich wird.


 
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