Logopädie Martin Welker
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Stimme und Stimmstörungen

Stimmstörungen

Die Stimme ist der durch die Stimmlippenschwingungen erzeugte Schall der durch Mund-, Nasen- und Rachenhöhle (Vokaltrakt) zum Sprachschall geformt wird. Die Stimmlippen werden durch den Atemluftstrom zu Schwingungen angeregt. Den Vorgang der Stimmgebung, also der Erzeugung des Stimmtons, nennt man Phonation. Der Atemvorgang ist die Respiration. Die Kehlkopfmuskeln stellen die Stimmlippen ein. Für die Grobeinstellung ist der Musculus cricothyroideus und für die Feineinstellung der Musculus vocalis zuständig. Je nach Körperhaltung ändern sich die muskulären Spannungsverhältnisse (Tonus). Also besteht eine Wechselwirkung zwischen Atmung, Stimme und Tonus, da sie sich gegenseitig beeinflussen. Sie werden daher in der logopädischen Stimmtherapie auch zusammen behandelt (Kombinationstherapie).

Bei Vorliegen von Symptomen einer Stimmstörung
 (Dysphonie) sollte möglichst bald eine logopädische Stimmtherapie  durchgeführt werden, damit sich die Dysphonie nicht verfestigt oder zu einer Aphonie (Stimmlosigkeit) entwickelt. Je nach Ursache der Stimmstörung  unterscheidet man organische, funktionelle und psychogene  Dysphonie. Eine näselnde Stimme  wird als Rhinophonie bezeichnet. Die in der Therapie gezeigten Übungen zu Atmung, Stimme und Tonus sollten vom Patienten auch regelmäßig zu Hause durchgeführt werden, da sich dies ebenso wie ein früher Therapiebeginn sehr positiv auf den Therapieerfolg auswirkt.  Während der logopädischen Behandlung werden Sie im Rahmen der Stimmberatung  auch darüber aufgeklärt, welche Faktoren die Stimme positiv und welche negativ beeinflussen.

Eine Stimmtherapie
 kann auch präventiv (vorsorglich) in Form eines Stimmtrainings  gemacht werden um mögliche Stimmstörungen zu verhindern und die Stimme zu verbessern. Dies wird insbesondere für Menschen empfohlen, die einen Sprechberuf ausüben und daher viel und oft auch über einen längeren Zeitraum lauter sprechen müssen z.B. Kindergärtner, Lehrer, Pfarrer, Führungskräfte, Mitarbeiter in einem Callcenter oder im Außendienst oder kundenberatende Berufe wie Steuerberater, Unternehmensberater. Eine Präventionstherapie kann aber auch sinnvoll sein wenn Ihnen an Ihrer Stimme Veränderungen auffallen, insbesondere dann wenn erste Anzeichen einer Stimmstörung  erkennbar sind. Dies gilt auch falls diese nur vorübergehend sind. Lassen Sie sich von uns unbedingt unverbindlich beraten und fragen Sie bei Ihrer Krankenkasse nach einem Zuschuss nach!  

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