Logopädie Martin Welker
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Sprechapraxien

Sprechstörungen

Im Gegensatz zur Dysarthropneumophonie, Dysarthrophonie und Dysarthrie sind bei einer Sprechapraxie  weder Kehlkopfnerven noch Kehlkopfmuskeln geschädigt. Das Problem liegt hier in der Planung und dem Ablauf der für das Sprechen notwendigen Bewegungen von Zunge, Zähnen und Lippen. Die Störung ist also in erster Linie auf der phonetisch-phonologischen Sprachebene  angesiedelt. Dabei können einzelne Laute genauso wie der Redefluss oder das Sprechverhalten insgesamt betroffen sein. Es wechseln sich Fehler bzw. Störungen und Fehlerfreiheit bzw. Störungsfreiheit ab. Die Sprache kann mitunter unrhythmisch sein. In schwereren Fällen ist es möglich, dass kein Redefluss mehr erkennbar ist. Zudem tritt sehr oft ein artikulatorisches Suchverhalten auf, das heißt die Zunge sucht nach ihrem richtigen Platz im Mundraum bei der Bildung des jeweiligen Lautes.

Für den Betroffenen bedeutet  
dies häufig eine erhöhte Sprechanstrengung, eine erkennbare Unzufriedenheit mit der eigenen Sprechleistung, in schlimmen Fällen auch Vermeidung des Sprechens. Häufige Fehlversuche und notwendige Selbstkorrekturen können ihn deprimieren.

Eine Sprechapraxie tritt meist zusammen mit einer Dysarthropneumophonie oder Dysarthrophonie oder Dysarthrie und/oder Aphasie bzw. Dysphasie
auf. Daneben muss sie auch von einer bukkofazialen Apraxie, also der Unfähigkeit Mund- und Gesichtsbewegungen trotz erhaltener muskulärer Beweglichkeit richtig nachzumachen und vom Autismus und Mutismus abgegrenzt werden. Autisten können die Mimik nicht passend zur jeweiligen Gesprächssituation einsetzen und die Mimik anderer Menschen nicht richtig deuten. Mutisten sind hingegen völlig stumm.

Auch können zusätzlich auftreten:


Therapie von Sprech-, Sprach-, Stimm- und Schluckstörungen
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