Funktionell bedingte Stimmstörungen - Logopädie Welker Rohr - Laaberberg

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Funktionell bedingte Stimmstörungen

Stimmstörungen

Nicht organische Stimmstörungen sind funktionelle, psychogene und spastische Dysphonien, sowie Mutationsstimmstörungen, eine Dysphonie bei Schwerhörigkeit und eine Dysodie. Die spastische oder spasmodische Dysphonie wird auch als Stimmstottern bezeichnet. Während der Stimmgebung zieht sich der Kehlkopf aus bislang unbekannten Ursachen zusammen. Stottern kann auch als Redeflussstörung auftreten. Mutationsstimmstörungen entstehen bei krankhaftem Verlauf des Stimmbruchs. Haben Frauen oder Männer nach der Mutation eine höhere Stimme als die kindliche Stimme spricht man von einer Mutationsfistelstimme. Haben Sie danach eine ungewöhnlich tiefe Stimme liegt ein Mutationsbass vor. Als Dysodie bezeichnet man die Störung der Gesangsstimme. Weibliche Stimmlagen sind Sopran, Mezzosopran und Alt. Männliche Stimmlagen sind Tenor, Bariton und Bass.

Bei den funktionellen Stimmstörungen
unterscheidet man zwischen hyperfunktioneller, hypofunktioneller und gemischter Dysphonie.

Bei hypofunktionellen Dysphonien
erfolgt die Stimmgebung mit zu wenig Kraft. Durch die zu geringe Anspannung des Vokalismuskels bei hypofunktionellen Dysphonien dringt beim Sprechen zu viel Luft durch die Stimmritze (Glottis), die nicht in Sprachtöne umgewandelt wird (wilde Luft). Die Stimme klingt daher behaucht.

Bei hyperfunktionellen Dysphonien
wird bei der Stimmgebung zu viel Kraft angewandt. Aus der zu starken Anspannung des Vokalismuskels ergibt sich eine gepresste Stimmgebung mit eher harten Stimmeinsätzen. Die Stimme klingt daher knarrend und krächzend.  Ist bei einer hyperfunktionellen Stimmstörung der Patient wärend der Stimmgebung so stark angespannt, dass sich die Taschenfalten berühren liegt eine Taschenfaltenstimme vor. Diese kann erwünscht sein wenn bei einer organischen Stimmstörung eine Annährung der Stimmlippen nicht mehr möglich ist.

Bei gemischten Dysphonien
kommen sowohl harte als auch weiche Stimmeinsätze vor und die Stimme klingt mal behaucht, mal eher knarrend oder krächzend. Diese Form der funktionellen Stimmstörungen tritt am Häufigsten auf.

 
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