Aphasien bzw. Dysphasien - Logopädie Welker Rohr - Laaberberg

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Aphasien bzw. Dysphasien

Sprachstörungen

Aphasien bzw. Dysphasien werden meist durch eine Hirnblutung (Hämorrhagischer Hirninfarkt) oder Mangeldurchblutung  des Gehirns (Ischämischer Hirninfarkt) ausgelöst, die zu einem Schlaganfall führen. Je nach betroffenen Hirnarealen ergibt sich ein unterschiedliches Störungsbild. Sind Sprechen, Sprache und/oder Schlucken betroffen und/oder hat der Patient eine Nervenerkrankung z.B. eine halbseitige Gesichtslähmung (Fazialisparese) ist eine logopädische Behandlung erforderlich. Diese sollte möglichst bald nach dem Hirnschädigenden Ereignis beginnen und gerade innerhalb der ersten sechs Wochen mindestens 2 - 3 mal wöchentlich mindestens 45, besser 60 Minuten (je nach Belastbarkeit und Konzentrationsfähigkeit des Patienten) durchgeführt werden. In dieser Zeit ist der Heilungserfolg am Größten. Danach sind aber auch noch große Fortschritte zu erzielen (empfohlene Therapiefrequenz 2 mal wöchentlich 45, besser 60 Minuten). Durch die Plastizität des Gehirns können benachbarte oder gegenüberliegende Hirnareale Funktionen ausgefallenerer Hirnzellen eventuell übernehmen.

Nach einem Anamnesegespräch sowie einem Aphasietest mit dem Patienten erfolgt eine speziell auf den jeweiligen Patienten ausgerichtete logopädische Therapie, da bei jedem Patienten die vier sprachlichen Modalitäten Sprachproduktion, Sprachverständnis, Lesen und Schreiben
in unterschiedlichem Schweregrad beeinträchtigt sind. Auch das Rechnen kann betroffen sein. Je nachdem ob zusätzlich eine Dysarthrie, Dysarthrophonie, Dysarthropneumophonie und/oder Sprechapraxie vorliegt, kann die Sprachverständlichkeit des Patienten herabgesetzt sein, da dann die Sprache je nach Ausprägungsgrad der Dysarthrie mehr oder weniger stark verwaschen ist. Bei einer Sprechapraxie fällt es dem Patienten schwer bestimmte Laute zu bilden (phonetische Störungen). Auch können neben der Aphasie Schluckstörungen (Dysphagien) vorliegen.

Aphasiker haben häufig Schwierigkeiten mit Wortfindung, Wortverarbeitung, Wortzugriff, Wortverständnis und Wortbedeutung (Lexikalisch - semantische Störungen) und der Grammatik
(Syntaktisch - morphologische Störungen). Aber auch phonologische Störungen können vorliegen.  Störungen auf der phonetisch - phonologischen, lexikalisch - semantischen und syntaktisch - morphologischen Ebene wirken sich zwangsläufig auch auf die kommunikativ - pragmatische Ebene aus. Daher lässt sich zusammenfassend sagen, dass alle vier sprachlichen Ebenen und sprachlichen Modalitäten je nach Schweregrad der Aphasie bzw. Dysphasie mehr oder weniger stark betroffen sein können. Die Aphasietherapie ist also immer auch eine Kombinationstherapie, gerade wenn Fazialisparesen, Dysarthrien, Dysphagien und/oder Sprechapraxien gleichzeitig mit einer Aphasie vorliegen. Je früher mit der Logopädie begonnen wird desto günstiger wirkt es sich auf die Behandlungsdauer und den Behandlungserfolg aus. Zögern Sie daher nicht in Zweifelsfällen eine unverbindliche Beratung bei uns in Anspruch zu nehmen!

 
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